STEFFEN SETZER

Prokurist Vertrieb und Marketing Druckzentrum LASERLINE

LASERLINE ist vom Siegel "Made in Berlin"

Berlin, Mitte

Made in Berlin im Gespräch mit Steffen Setzer, Leiter Vertrieb und Marketing LASERLINE Druckzentrum

LASERLINE begann 1987 als kleiner Hinterhof-Werbeladen im Berliner Wedding. Mittlerweile ist daraus ein beachtliches Druckzentrum mit zwei Standorten in Berlin und einer weiteren Niederlassung in Bremen angewachsen. Wie sind Sie zu Laserline gekommen?

Vor knapp 6 Jahren habe ich den Unternehmensgründer Tomislav Bucec außerhalb der Druckerei kennen gelernt. Damals suchte Herr Bucec jemanden, der die Themen Strategie, Markt und Vertrieb geplant aufbaut. Nach mehreren Gesprächen sind wir dann zusammen gekommen. Ich hatte zuvor einen internationalen Job und war sehr viel unterwegs. Ein fester Standort war da willkommen.

Welche Verbindung hatten Sie zuvor zu Berlin?

Über ein zweites Studium – den Medien MBA – und einen vorherigen Job hatte ich Berlin lieben gelernt. Damals hatte ich mir gesagt, wenn es jemals die Möglichkeit gibt, beruflich nach Berlin zurück zu kommen, ergreife ich diese.

Woher kommen Sie ursprünglich?

Aus der Heilbronner Gegend – Schwaben – eine Gegend mit Industrie, großen Firmen und Unternehmertum.

Sie waren viel in der Welt unterwegs. Nach Berlin, für welche Stadt schlägt ihr Herz?

San Francisco ist mein Favorit und Bangkok würde ich gern näher kennen lernen. Aber ich bin in Berlin zu Hause und möchte hier nicht mehr weg.

Welcher Berliner Kiez fasziniert Sie am meisten?

Wir wohnen in Hermsdorf. Als Landei ist es mir wichtig, etwas Grün um mich herum zu haben. Doch ich bin gern überall in Berlin – ob Mitte, Prenzelberg oder Biesdorf – es gibt eigentlich keinen Lieblingskiez. Berlin an sich ist mein Lieblingskiez.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag für Sie aus?

Das ist schwer zu sagen. Eigentlich lebe ich 24 Stunden, 365 Tage im Jahr für die Arbeit. Meine Arbeit macht mir Spass und ich gehe darin auf.

In den letzten sechs Jahren ist LASERLINE stark gewachsen. Wie haben Sie das erreicht?

In den vergangenen Jahren haben wir neue Vertriebswege gefunden, Märkte besetzt und Kooperationen als Vertriebskanal aufgebaut. Ein positiver Nebenaspekt dabei ist, dass die eigene Sichtbarkeit steigt.
Wir sind als Onlineunternehmen groß geworden. Vor knapp fünf Jahren hatten sich unsere Marktbegleiter immer mehr auf die industrielle Produktion fokussiert und konnten so deutlich günstiger produzieren. LASERLINE hingegen hatte bereits zu dieser Zeit einen wesentlich höheren Serviceanteil. Diesen Aspekt haben wir fokussiert und uns strategisch neu aufgestellt. LASERLINE hat sich mit vernünftigen Preisen und entsprechendem Service am Markt positioniert.

In Ihrer Kundenzeitschrift werden regelmäßig Start-ups in kurzen Portraits vorgestellt. Wie werden Sie auf die Unternehmen aufmerksam und wer schafft es in die Kundenzeitschrift?

Wir sind durch Kooperationen, Partnerschaften und Netzwerke sehr eng mit der Startup- Szene verbunden. Wir suchen uns Start-ups aus, zu denen wir einen strategischen oder emotionalen Bezug haben.

Sie sind auf Facebook und Twitter aktiv, welche Rolle spielen die sozialen Medien für Sie?

Strategisch gesehen ist das Thema Social Media ein sehr interessanter Ansatz. Die Standard-Kanäle sind noch E-Mail und Telefon. Aber auch twitter und facebook sind Servicekanäle. Wir müssen die Kultur im Unternehmen vorantreiben, jeder Mitarbeiter
muss dahinter stehen. Dann können wir solche Kanäle effizienter als Firma nutzen. Momentan stehen wir noch am Anfang.

LASERLINE trägt seit 2015 das Siegel „Made in Berlin“. Welche Wünsche und Hoffnungen verknüpfen Sie mit dem Siegel?

Es ist ganz wichtig, dass dieses Siegel ins Leben gerufen wurde und weiter ausbaut wird. Die Regionalität ist gerade im Internetgeschäft ein ganz wesentlicher Punkt – regional im Sinne von starker Qualität und hoher Kundenbindung. So ein Siegel ist da
sehr transparent, plakativ. Mit den entsprechenden Werten dahinter, ist das Siegel wirklich attraktiv.

Was kommt für LASERLINE und Sie persönlich in den nächsten 5 Jahren?

Ich denke, die Entwicklung im Internet und den sozialen Kanälen wird noch massiver voran gehen. Durch die Vielfalt im Netz wird es für den Kunden zunehmend schwieriger das Passende zu finden. Künftig wird das Produkt den Kunden finden, nicht der
Kunde das Produkt. Durch die CRM-Möglichkeiten von google, facebook & Co wird das Produkt zur Verfügung gestellt, noch bevor jemand sucht. Wie wir da künftig mitspielen werden, ist noch in einer „Wolke“ – da müssen wir dran bleiben und neue Vertriebskanäle finden. Für mich persönlich sind die Schnittstellen von Print- und Softwareentenwicklung spannend. Und LASERLINE steht an dieser Schnittstelle. Daher kann ich mir die Zukunft sehr gut mit LASERLINE vorstellen. Aber wir müssen uns weiter entwickeln und dürfen nicht stehen bleiben.